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von Müritzquerung
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Interview mit Stefan Reber: Pflege im Wandel – regionale Verantwortung, echte Nähe

Die Pflegebranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Der demografische Wandel, der steigende Fachkräftebedarf und zunehmend komplexe Pflegeanforderungen stellen Einrichtungen und ambulante Dienste gleichermaßen vor große Herausforderungen. Zugleich wächst der Wunsch vieler Menschen, auch im Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. Gerade im ländlichen Raum ist dies nur möglich, wenn verlässliche Pflegestrukturen vorhanden sind – mit kurzen Wegen, persönlicher Betreuung und Fachkräften, die die Menschen vor Ort wirklich kennen.

Ambulante Dienste übernehmen dabei eine Schlüsselrolle. Sie entlasten Angehörige, stärken die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen und ermöglichen eine Betreuung, die den individuellen Alltag respektiert und unterstützt. Doch um diese Leistungen dauerhaft sicherzustellen, braucht es moderne Arbeitsbedingungen, regionale Vernetzung und ein Bewusstsein dafür, wie anspruchsvoll Pflege im täglichen Einsatz tatsächlich ist.

Ein Beispiel für diesen Ansatz ist ein zuverlässiger Pflegedienst in Waldthurn, der mit klaren Werten arbeitet: Nähe, Professionalität und ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen in der Region. Gratus Manus gehört zu den Anbietern, die sich diesen Grundsätzen verpflichtet fühlen und Pflege als menschliche Beziehung begreifen – nicht nur als Dienstleistung. Dabei spielen persönliche Haltung, Teamkultur und regionale Verbundenheit eine zentrale Rolle.

Gleichzeitig verändert sich das Bild der Pflege: digitale Dokumentation, moderne Qualitätsstandards, der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung in der Betreuung und ein verschärfter Wettbewerb um Fachkräfte prägen den Alltag vieler Einrichtungen. Pflegekräfte müssen zunehmend Aufgaben koordinieren, die über das klassische Berufsbild hinausgehen – von organisatorischen Abläufen bis hin zur Zusammenarbeit mit Ärzten, Sozialdiensten und Angehörigen.

Wie Pflegedienste diesen Wandel gestalten können, welche Besonderheiten im ländlichen Raum eine Rolle spielen und worauf es in der täglichen Arbeit wirklich ankommt, darüber habe mueritzquerung.de mit Stefan Reber gesprochen.

mueritzquerung.de: Herr Reber, welche Entwicklungen prägen aus Ihrer Sicht aktuell die ambulante Pflege im ländlichen Raum?

Stefan Reber: Die ambulante Pflege im ländlichen Raum steht aktuell vor mehreren prägenden Entwicklungen. Zum einen nimmt der Pflegebedarf deutlich zu, weil die Bevölkerung älter wird und viele Menschen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Zuhause bleiben möchten. Zum anderen spüren wir den Fachkräftemangel hier besonders stark, da die Wege weiter sind und der Nachwuchs fehlt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualität, Dokumentation und Wirtschaftlichkeit – das alles müssen Pflegedienste miteinander in Einklang bringen.

mueritzquerung.de: Viele Familien wünschen sich verlässliche Betreuung zu Hause. Wie lässt sich dieser Anspruch im Alltag erfüllen?

Stefan Reber: Der Wunsch nach verlässlicher Betreuung zu Hause ist absolut nachvollziehbar. Im Alltag lässt sich das nur durch gute Planung, feste Bezugspflege und klare Kommunikation erfüllen. Angehörige müssen wissen, dass sie sich auf uns verlassen können. Dafür braucht es stabile Touren, ausreichend Personal und Mitarbeitende, die nicht unter permanentem Zeitdruck stehen. Kontinuität ist hier der Schlüssel – sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für deren Familien.

mueritzquerung.de: Was macht eine gute Teamstruktur im ambulanten Dienst aus – und wie wichtig ist regionale Verbundenheit?

Stefan Reber: Eine gute Teamstruktur basiert auf Vertrauen, Wertschätzung und klaren Verantwortlichkeiten. Pflegekräfte müssen sich aufeinander verlassen können und das Gefühl haben, gehört zu werden. Regionale Verbundenheit spielt dabei eine große Rolle: Wer aus der Region kommt, kennt die Menschen, die Gegebenheiten und oft auch die Familienstrukturen. Das schafft Nähe, Verständnis und eine andere Qualität der Pflege.

mueritzquerung.de: Digitalisierung spielt auch in der Pflege eine größere Rolle. Welche Vorteile bringt sie für Mitarbeitende und Patienten?

Stefan Reber: Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck, sondern eine echte Unterstützung. Digitale Pflegedokumentation, Tourenplanung oder mobile Endgeräte sparen Zeit und reduzieren Bürokratie. Diese Zeit kommt direkt den Patienten zugute. Für Mitarbeitende bedeutet das mehr Übersicht, weniger Doppelarbeit und mehr Sicherheit in der Dokumentation. Auch für Patienten und Angehörige wird vieles transparenter.

mueritzquerung.de: Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen für Pflegedienste in den kommenden Jahren?

Stefan Reber: Die größten Herausforderungen in den kommenden Jahren bleiben ganz klar der Fachkräftemangel und die finanzielle Rahmenbedingungen. Steigende Kosten treffen auf begrenzte Vergütungssätze. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Qualität und Nachweise. Pflegedienste müssen wirtschaftlich arbeiten, ohne die Menschlichkeit aus den Augen zu verlieren – das ist ein schwieriger Spagat.

mueritzquerung.de: Welche Ziele verfolgen Sie persönlich für die Weiterentwicklung Ihres Dienstes?

Stefan Reber: Mein persönliches Ziel ist es, den Pflegedienst nachhaltig weiterzuentwickeln. Dazu gehört, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, der seinen Mitarbeitenden sichere Arbeitsplätze, faire Bezahlung und Mitgestaltungsmöglichkeiten bietet. Gleichzeitig möchte ich die Versorgungsqualität weiter stärken und neue Angebote schaffen, die den Menschen im ländlichen Raum wirklich helfen. Pflege soll verlässlich, menschlich und zukunftsfähig bleiben.

mueritzquerung.de: Herr Reber, vielen Dank für das Gespräch und die tiefen Einblicke in Ihre tägliche Arbeit. Ihr Blick auf regionale Verantwortung, Teamkultur und moderne Pflege zeigt eindrucksvoll, wie wichtig engagierte Menschen für eine verlässliche Versorgung vor Ort sind.

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